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Making of: Die Echo-Skill "Tiernavigator"

Im Januar 2018 hatte ich gerade meinen Job als 2D-Artist in der Game-Branche gekündigt um endlich meine eigenen Projekte zu verwirklichen.

Doch womit sollte ich bloß beginnen? Es sollte für den Anfang ein kleines Projekt sein, welches ich möglichst ohne viel Fremdhilfe verwirklichen wollte. Die Eingebung ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nachdem mein Mann eines Tages zwei Stunden seiner Zeit aufbrachte um für unseren Sohn spaßenshalber eine Pups-Skill für den Echo-Dot zu entwickeln und diese Skill wider erwarten sehr erfolgreich wurde, stand für mich fest: ich mache eine Skill für Kinder! Mir war klar, dass ich mit dieser Skill keinen einzigen Cent verdienen würde, da Skills für Kinder bei Amazon keine Werbung enthalten dürfen. Doch da ich seit langem vor Ideen und Schaffenskraft nur so sprudelte und mich eine kurze Entwicklungsdauer reizte, legte ich eines Tages los. Zusammen mit meinem Mann, welcher mir als erfahrener Spieleentwickler in Programmier-Angelegenheiten zur Seite stehen sollte, stürmten wir unsere Gehirne nach Ideen für eine Kinder-Skill. Schnell war die Idee für den Tiernavigator geboren. Die nächsten zwei Wochen verbrachte ich ausschließlich mit der Recherche nach Tieren und dem Schreiben. In dem Lernspiel sollte das Wissen der Kinder über die Lebensräume der Tiere spielerisch abgefragt werden. 


Leben Kängurus in Australien oder Großbritannien?

Australien natürlich!  Denkste! Auch Großbritannien erfreut sich einer wilden Känguru-Population! Wie du merkst lag ein langer Weg der Recherche vor mir. Es galt nun tausende von Tier-Kontinent-Kombinationen auszutüfteln.

 

Wenns einfach wäre, dann würde es ja jeder machen...

Und genau aus diesem Grund entschied ich mich im Laufe der Produktion dazu, Alexa ihrer Stimme zu berauben und sie durch die eines professionellen Sprechers zu ersetzen. Meine Horde von Tieren marschierte also geradewegs in das hamburger Studio von Joachim Rudolph um sich seine Stimme zu borgen welche die Kinder durch das Spiel lotsen würde.

 

Der Release

Als die Kinderskill dann endlich fertiggestellt war, hieß es nun testen, testen und nochmals testen. Der inhaltliche Umfang des Spiels stellte sich für die Testphase als sehr zeitraubend raus. Auch Amazon testete akribisch und wir brauchten mindestens 3 Anläufe, bis die Leute von Amazon keine "Bugs" mehr ausmachen konnten. Die Lernskill ging schließlich nach vier Wochen intensiver Arbeit online. 

 

Der Anfang war gemacht!

Es ist ein unbeschreiblich befreiendes Gefühl ein Produkt erschaffen zu haben und es dann auf den Markt zu bringen. Es stecken immer viel Arbeit und noch mehr Investitionen an Geld, Zeit, Kopfzerbrechen aber auch Spaß darin. Und letztendlich kann ich sagen, dass ich für die vielen Mühen zwar kein Geld, jedoch eine Menge an Erfahrungen, Referenzen und vor allem Motivation bekommen habe, um zukünftig noch viele weitere Games für Kinder zu entwickeln.